The
Toasters- Konzertbericht 13.09.06 - Studio No1 / Hamburg
Die The Toasters aus New York, wer kennt sie nicht? Mittlerweile kann das 6-köpfige Ensemble sogar ca. 4500 Konzerte, 15 LP's und ein anstehendes 25-jähriges Jubiläum vorweisen. Nicht schlecht! Genau das haben sich die rund 200 Hamburger Zuschauer auch gedacht und somit den recht neuen Club auf der legendären "Großen Freiheit" gefüllt.
Schon
beim wirklich sehr guten Support von "The Big", 2-Tone aus England
wurde das Studio No1 zur Sauna No1. Keine Ahnung was
da los war, aber normal war das nicht mehr! Nach 2-3 Minuten - ernsthaft
- rumstehen, war zumindest ich schon halb durchgeschwitzt!
Der Zimmerventilator an der Eingangstür konnte nur als Scherz aufgefasst
werden. Naja, zumindest kein Grund den Laden zu meiden, da dieser wirklich
recht gemütlich und mit langem Tresen ausgestattet wurde. Die Bierpreise
sind mit 3 €/ 0,33 schon recht anstrengend, aber man muss auch sagen,
dass das Konzert mit 10 € Eintritt nicht wirklich teuer war. Das nächste
Mal also ordentlich Geld und Wechselklamotten mitbringen!
Nachdem
"The Big" einen sympathischen Auftritt zu Ende gebracht hatten,
übernahmen dann die The Toasters die Bühne.
Welche Lieder genau von welchem Album gespielt wurden, ist bei der schon
oben genannten Anzahl der Alben schwer zu sagen. Zum Einstieg wurde aber
direkt der Überhit "don't let the bastards grind you down"
präsentiert. So hat man natürlich sofort das Publikum in der Hand
gehabt und konnte auch das ein oder andere Stück des kommenden Albums
integrieren.

Über die langen Jahre ihrer Bandgeschichte gab es innerhalb der The
Toasters einige Wechsel in der Besetzung. Fast 40 Musiker wurden verschlissen,
so auch live. Auf der derzeitigen Europa-Tour wird der Posaunist durch Richie,
a.k.a. Dr. Ring Ding, vertreten.
Im spätern Interview mit dem Multitalent aus Münster konnte ich
dann erfahren, dass es wohl schon früher eine gemeinsame Tour gegeben
hat. Ring Ding ist auf jeden Fall eine Bereicherung der routinierten Bühnenshow.
Man kann zwar nicht sagen, dass die Amis sich keine Mühe gegeben hätten,
trotzdem konnte man spüren, dass die Zeiten längst vorbei sind,
in denen man sich ein Publikum noch "erspielen" musste. Die
überwiegend jungen Konzertgänger feierten die The Toasters jedenfalls
ordentlich ab, und eine Zugabe gab's selbstverständlich auch noch.
Als ich den Bassisten nach dem Konzert fragte, in welche Richtung das neue Album gehen wird, antwortete dieser überzeugt, dass es sich um eine reine 2-Tone Platte handeln wird, keine Überraschungen. Ich freue mich natürlich auf die Veröffentlichung und bin mir sicher, dass mich die The Toasters auf Platte wieder überzeugen können.
In diesem Sinne, schon mal alles Gute zum Jubiläum an die New Yorker,
man hört sich!
Basti
Horny Hostage