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-- The Slackers --

14.3.2005 in Dachstock (Bern/CH)

The Slackers… eine wunderbare Band! Ich muss zugeben, es war das erste Mal, dass ich die bekannte Band aus New York live erlebte. Aber ich bin mir sicher, es war nicht das letzte Slackers-Konzert, das ich besuchte!

Ohne Ankündigung und mit nur wenig Verspätung kamen um 21:35 Uhr die 6 faszinierenden Musiker auf die Bühne. Alle anwesenden Besucher versammelten sich rasch vor der Bühne. Da ging’s auch schon los. Obschon das Konzert an einem Montagabend stattfand, hatten sich mehr Ska-People im Berner „Dachstock“ eingefunden als ich erwartet hatte. Den ganzen Abend trudelten immer wieder noch mehr Leute ein, schlussendlich waren um die 300 begeisterte Skaliebhaber Vorort!

Für den Abend waren 2 Sets angekündigt. Begründet wurde dies damit, dass einige Besucher erst spät kommen könnten und andere schon früh gehen müssten... Es war ja, wie gesagt, ein Montag Abend ... Trotzdem glaube ich immer noch, die die früh da waren, und spät weg gingen waren am besten dran ;-) Wir kamen also an dem Abend zwei Mal in den Genuss der Slackers. Eine Vorband gab’s nicht.

Die Slackers spielen Ska der 60er und der 70er Jahre und Rock Steady. Dies mischten sie zu einem homogenen Ganzen, welches von manchen auch als "Slackers-Ska" bezeichnet wird. Das Tempo variierte zwischen langsam, gemütlich und etwas schneller. Voller Hingabe und Liebe spielten sie die Musik, die dem Publikum so sehr gefiel! Mehr als nur der Dachstock oben in der Reithalle wurde erfüllt mit den Bläsereinsätzen, den Offbeats, denn Bassläufen, den Beats des Schlagzeuges, der Gitarre und, last but not least, den Vocals! Auch draussen konnte man noch mitgeniessen. Ich glaube sogar die Dachziegeln bewegten sich leise scheppernd mit. ;-)

Glen ( Posaune ) und Dave ( Saxofon ) beeindruckten immer wieder mit ihren eingehenden Soli. Mit zugekniffenen Augen spielte Dave sich fast die Lunge aus dem Leib Er holte alles aus sich und dem Saxophon heraus. Schweissperlen bildeten sich auf seiner Stirne. Ähnlich gings auch den andern Musikern. Und auch dem Publikum. Ziemlich bald war der Dachstock mächtig eingeheizt!

Ja, und dann war irgendwann mal Pause. Nach wie langer Zeit das war könnte ich gar nicht sagen. Die Faszination ließ jegliches Zeitgefühl verfliegen. Auf jeden Fall waren sowohl die Slackers als auch die meisten Skanker verschwitzt ;-) Bald saßen einige Besucher auf dem Holzfussboden und quatschten, tranken und warteten gespannt auf das zweite Set. Ziemlich bald ging's aber auch schon wieder los. Die Band nahm sich nicht viel Zeit, nach etwa 20 Minuten starteten sie das 2.Set! Schon wurde wieder geskankt, genossen und hi und da mitgesungen.

Plötzlich ertönten hinter uns, mitten in der Menge die Bläser! Dave und Glen waren kurze Zeit vorher von der Bühne gegangen -ich hatte mich schon gewundert weshalb. Mehr oder weniger unbemerkt waren sie aus dem Backstagebereich in den Saal gekommen. Dort, vor der Bühne, zwischen den Zuschauern, die ihnen einen Freiraum gewährten, spielten die beiden ihren nächsten Einsatz unplugged. Sehr lustig, überraschend! Danach ging’s schnell wieder auf die Bühne rauf. Glen wählte den Weg durch die Türe und hinter der Bühne herum doch Dave „kletterte“ kurzerhand direkt vom Saal aus auf die Bühne hinauf.

Leider musste ich schon vor dem Ende des Konzertes nach Hause gehen. Noch draussen hörte ich Applaus und das Jubeln welches mir anzeigte, dass grad ein Lied fertig war. Mit einer leisen Trauer lief ich los zum Bahnhof, der nicht weit weg ist. An den nächsten Morgen wollte ich gar nicht denken, und ich bin mir sicher, auch andere Anwesenden wollten das nicht!! Mit einiger Verspätung fuhr ich im Zug nochmal bei der Reithalle vorbei. Dunkelheit umhüllte sie. Aber innen drin war Bewegung, Leben, Freude!

Zum Schluss nochmal ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren von Steady Beat Services! Es war ein gelungenes Konzert, welches mir und vielen anderen Besuchern viel Freude und einen sehr guten Wochenanfang bescherte!! ;-)

Keep on skankin'!
Miansha

P.S.: Das Interview mit den The Slackers folgt in Kürze.

Links zum Artikel:
The Slackers


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